Die private Krankenversicherung ist ohnehin oftmals schon die günstigere Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. Doch mit Festlegung einer Selbstbeteiligung kann der Versicherungsbeitrag in der PKV noch weiter reduziert werden. Mit der Selbstbeteiligung wird festgelegt, dass ein bestimmter Teil der jährlichen Krankheitskosten aus eigener Tasche vom Versicherungsnehmer bezahlt wird. Hierfür stehen verschiedene Modelle zur Verfügung.
Alle Versicherungsgesellschaften bieten unterschiedliche Selbstbeteiligungs-Möglichkeiten an, die von 53 Euro pro Jahr bis hin zu 5.000 Euro jährlich reicht. Eine komplette Selbstbeteiligung umfasst alle Leistungsbereiche – sowohl ambulante und stationäre Behandlungen, als auch Zahnbehandlungen. Die komplette Selbstbeteiligung ist in der PKV immer nur bei den Kompakt-Tarifen zu finden am besten macht man hierfür ein Krankenversicherung vergleich.
Häufig wird von den Versicherungsgesellschaften eine Selbstbeteiligung in Teilbereichen angeboten. Diese Variante ermöglicht eine Selbstbeteiligung, die sich nur auf einen bestimmten Bereich erstreckt, z.B. nur auf ambulante Behandlungen, während Krankenhausaufenthalte oder Zahnbehandlungen von dieser Regelung unberührt bleiben.
Wird ein prozentualer Selbstbehalt vereinbart, greift die vereinbarte Selbstbeteiligung immer nur bis zu einem bestimmten prozentualen Anteil der Behandlungskosten – und auch nur bis zu einer festen Höchstgrenze.
Generell kann in der privaten Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung nur für jede Person einzeln abgeschlossen werden, und beginnt in jedem Kalenderjahr von Neuem. Für Kinder besteht meist die Möglichkeit, nur eine halbe Selbstbeteiligung zu vereinbaren.
Die Selbstbeteiligung ist dann lohnenswert, wenn der Gang zum Arzt nur selten erfolgt, oder man sich nur für schlimmere Erkrankungen, die beispielsweise einen teuren Krankenhausaufenthalt notwendig machen, absichern möchte. Ob ein Beitragsvorteil durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts entsteht, hängt davon ab, wie oft Behandlungen in Anspruch genommen werden.
In den meisten Fällen kann eine Selbstbeteiligung jedoch erhebliche Preisvorteile mit sich bringen – auch durch mögliche Beitragserstattungen.
In einem Versicherungsvergleich können die verschiedenen Tarife der Versicherungsgesellschaften im Bereich private Krankenversicherungen verglichen werden – auch die mögliche Selbstbeteiligung kann bei den Ergebnissen berücksichtigt werden. Ein Versicherungsvergleich ist sinnvoll und empfehlenswert, wenn ein Wechsel in der privaten Krankenversicherung erfolgen soll. So ist es möglich, eine besonders günstige private Krankenversicherung ohne großen Zeitaufwand ausfindig zu machen.